Hartmut Ulrich - Weblog

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Gesellschaft

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14. February 2012

Alles Gute zum 80., Alexander Kluge!

Nicht, was darin steht, ist das Gefährliche, sondern was dahinter steht.
Lesenswertes Interview mit Alexander Kluge anlässlich seines 80. Geburtstags, in dem er unter anderem über das umstrittene Urheberrechtsgesetz ACTA spricht. Via swr.de

 

25. January 2012

"Auf der Agora braucht es keine Medien"

Dem Zeitgeist der Transparenz kann sich die Politik gegen den Souverän nicht widersetzen.

Infolge dessen erhält das Publikum Einblick in die Profanität politischen Handelns und der Qualität ihrer Akteure.

Die Kenntnisnahme der Realität führt zum Zusammenbruch der Erzählung vom Politiker als Staatsmann, Vorbild, Saubermann.

Ein sehr beachtenswertes Thesenpapier von Christoph Kappes zum digitalen Wandel, der neben vielen anderen Lebensbereichen nun auch die Politik mit aller Macht erfasst hat und sie in den kommenden zehn bis 20 Jahren von Grund auf verändern wird.

 

8. January 2012

"Diese Systeme haben die Tendenz zur Selbstaufschaukelung"

Peter Kruse via youtube.com

Peter Kruse mit einem kurzen Vortrag im Bundestag. In wenigen Sätzen umreißt er aus der Sicht des Systemtheoretikers, was das Internet in seiner aktuellen Ausprägung so mächtig macht: Eine hohe Vernetzungsdichte, eine hohe Zahl von Spontanaktivitäten (das eigentliche "Web 2.0") sowie kreisende Erregungen sorgen für ein mächtiges Momentum - vorausgesetzt, ein Thema erreicht die nötige Resonanzfähigkeit, die Fähigkeit zur Selbstaufschaukelung. Darüber hat er auch schon sehr viel früher einiges erzählt, hier aber besonders schön auf den Punkt.

7. January 2012

"Fehler machen ist die wichtigste Methode, das Internet tiefer zu verstehen."

Wolfgang Blau via youtube.com
Der Chefredakteur von Zeit Online auf der Konferenz zur Internet Enquete Kommission der Konrad Adenauer Stiftungin Berlin.
...unsere Ära auch als eine Zeit willkommen zu heißen, in der wir alle die Aufgabe - aber auch das Privileg haben, mitten in unseren Biografien, mitten in unseren Karrieren berufliche Identität noch einmal von Grund auf zu hinterfragen und neu zu erfinden.

 

6. January 2012

Der mögliche Sinn des Lächerlichen

Wenn überhaupt und wenn es das noch gebraucht hat, so war das ganze Gewulffe ein weiterer Beweis dafür, wie sehr sich das Land, wie sehr sich die Zeit geändert hat.
Georg Dietz in seiner Kolumne auf spiegel.de

 

5. January 2012

"In Zeiten des Übergangs mischen sich die Gegensätze"

Das crossmediale Bohei, das um das (politisch eigentlich überflüssige) Amt des Bundespräsidenten veranstaltet wird – ein Amt, das kaum einen Journalisten jemals ernsthaft interessiert hat – ist ein psychohygienisches Rätsel.
Herausragendes Stück des Journalisten Wolfgang Michal auf seinem Blog wolfgangmichal.de

 

3. January 2012

Der Buntes-Präsident

Möglicherweise liegt der Kern der Empörung über Wulff ja gar nicht in Wulff selbst (ganz gleich wie man zu seinen kommunikativen Ungeschicklichkeiten stehen mag), sondern in einem latent wachsenden Unbehagen darüber, dass einer, der ja auch nur Mensch ist - ergo fehlbar - das Oberhaupt eines ganzen Volkes geben soll. Vielleicht ginge das nochmal gut mit einer wahrhaft sakrosankten Überpersönlichkeit. Aber abgesehen davon, dass daran ein akuter Mangel zu herrschen scheint: Besteht das eigentliche Wesen einer zunehmend transparenten Gesellschaft/Demokratie nicht im Postheroischen? Im Niederreißen Goldener Mauern?

Mir erscheint - sorry Sakrileg - die Rolle eines Bundespräsidenten zunehmend postfeudalistisch-prä21st-century. Der Zukunft in der Grundidee unangemessen. Vielleicht ist dieses Gefühl auch der wahre Kern der Enttäuschung über das Scheitern des Herrn Guttenplag: Dass die Sehnsucht nach einem glaubwürdigen, starken, unangreifbaren Oberhaupt unerfüllbar geworden ist. "Das Volk" wird einen Weg finden müssen, sich selbst angemessen zu repräsentieren.

19. December 2011

Es wird etwas geschehen

Wir brauchen neue Vorstellungskraft, eine neue Definition von der Bedeutung des Fortschritts, eine neue Definition von Freiheit, Gleichheit, Zivilisation und Glück auf Erden. Die Zeit des uneingeschränkten Individualismus ist vorbei.
Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy via zeit.de

 

13. December 2011

Zeit, damit die Seele nachkommen kann

Es wäre interessant, wenn unsere Gesellschaft sich eine einjährige Pause von allen neuen Erfindungen verordnen könnte, damit man erst mal Zeit hat, gesellschaftliche Konventionen für die Entwicklungen der letzten zehn Jahre zu finden. Doch diese Pause kann es natürlich nicht geben.
Der Schriftsteller Douglas Coupland via zeit.de
Sehr lesenswertes Interview!

 

11. December 2011

Das is aber nich konkret! (II)

Das Netz ist mindestens von einer ähnlichen strukturellen und kulturellen Bedeutung für die Veränderung von Gesellschaft wie zuvor die Sprache, die Schrift und der Buchdruck.