Hartmut Ulrich - Weblog

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28. July 2011

Pretty Private Vorratsdatenspeicherung (tm)

Mit Google Mail und Google+ und dem Löschen von sieben Jahren Leben ist es bei mir ja so: Selbst auf die Gefahr hin, als rückständiger Datenopa zu gelten: Cloud-Lösungen sind toll, ganz gleich ob es sich um sowas wie Dropbox handelt oder einen Mailaccount. Aber wer keine Fallback-Lösung hat, ist halt einfach selber schuld. Könnte ja jeder daher kommen und mal nach Keywords suchen. Meine Mailkontakte verschlampen. Versehentlich ive stellen. Das Mailkonto hacken und dann freundlich nach Schutzgeld fragen. Paranoia 2.0? Nicht mit der Pretty Private Vorratsdatenspeicherung (tm)! Einfach alle paar Tage Mail vom Server abholen und lokal sichern. P.S.: Lässt sich sogar automatisieren! Also: Watzefack?

Google   Technik  
24. July 2011

Tja.

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Google   Spaß  
23. July 2011

Google+, Twitter etc.

Man darf das ja nicht laut sagen. Sonst heißt es gleich wieder, man habe den Nutzen von Twitter mit seiner Galaxie spezieller Tools drumrum nie so weit durchdrungen, um den Mehrwert der Plattform wirklich zu erkennen oder praktisch zu nutzen.Trotzdem: Ich bin erleichtert, wenn Twitter nun etwas aus dem Fokus zu rücken beginnt. Google plus sei im Vergleich das bessere Diskusionsmedium, sagen sie. Google plus werde wohl eher Twitter schaden als Facebook, sagen sie. Anyway.

Obwohl außerordentlich internetaffin, wenn nicht längst ein "digital native": Twitter habe ich stets als bereichernd und belastend empfunden - zugleich. Mir war es dann mehr Nachrichtenmine als Diskussionsplattform. Was allerdings auch nervt, ist die zunehmende Zerfaserung der eigenen digitalen Existenz auf immer mehr "relevante" Plattformen. Auf Dauer wird das nicht gut gehen. Mal sehen, wohin das führt. Spannend, irgendwie. Aber auch sehr atemlos.

 

30. January 2011

Und nein, es war keineswegs immer schon so

Was Wirklichkeit wirklich ist, wird künftig härter und immer härter neu erstritten verhandelt werden müssen.

Was ich meine?
hier ein Beispiel und hier.

Google   Kommunikation   PR   SEO   Wahrheit   Werbung   Wirklichkeit  
3. May 2010

"Wir wurden, auf den Barrikaden der Revolution, als Reaktionäre entlarvt."

Wie gehabt agieren das Kapital und seine Kritik nicht im selben Medium: Das Kapital liest und schreibt Keywords, seine Kritik produziert Sprache. Und wie gehabt ist das ein Grund zur Klage, aber keiner zur Verzweiflung: Niemand stört uns, hier am Rand, wir sind erkannt als ungefährlich, viel mehr: als nützliche Lieferanten von Diversität. Wir dürfen gerne Ästheten sein, die Geschichte allerdings findet ohne uns statt. Sie wälzt sich weiter, wieder, unbewusst dahin, auch in unserer neuen digitalen Lebensform. Einen bürgerlichen Menschen, einen Menschen also, dessen Ideen geschichtswirksam wären, einen Bourgeois oder Sozialisten, wird es auch im Netz nicht mehr geben. Wir kämpfen nicht mehr für die Menschheit, sondern weiter ums Überleben der uns einenden und an die Ränder drängenden Sache: Des Bewusstseins, also: Der Fähigkeit, wahrzunehmen, was wir nicht brauchen.

den ganzen Text lesen auf Vigilien

 

Internet   Kultur   Schreiben   google  
23. January 2010

Links: Finden wir Google gut oder schlimm - egal, wir finden es unverzichtbar

  • "Auf der politischen Diskussionsebene hat sich eine Lagerbildung unter den Diskutanten etabliert: hier die Fanboys, unkritisch und immer nach vorne gerichtet, dort die rückwärtsgewandten Kulturpessimisten, die weder die Technik verstehen noch Disruption erkennen. Ein sachlicher Diskurs ist aber schwer möglich, wenn die Motivation und Kompetenz der jeweiligen Gegenseite angegriffen wird. Die Spitzenvertreter beider Lager, die gerade sich selbst für besonders gute Kommunikationsprofis halten, sollten einmal darüber nachdenken, wohin das eigentlich führen soll." Exzellenter Beitrag von Christoph Kappes auf CARTA.
Google   Politik  
23. November 2009

Links: Reißt das Fenster auf - Die Zeiten ändern sich - Nicht alle gehen mit

  • Als Googles Browser Chrome Anfang September 2008 in seiner ersten (noch unbefriedigenden) Version vorgestellt wurde, geisterten sofort heftige Expertendiskussionen durchs Netz, ob dies nun das Ende der Betriebssysteme sei. "Netzökonom" Holger Schmidt fasst in wenigen Sätzen zusammen, warum Chrome OS nun nicht nur die Bestätigung dieser These ist, sondern auch auf dem besten Weg, Betriebssystemen alter Machart den Garaus zu machen.
  • "Das Zeitalter privatisierten Wissens ist vorbei. Das Zeitalter kapitalisierter Texte ist vorbei. Das Zeitalter des Bildungsadels und des Meinungsklerus ist vorbei. Das Zeitalter der zentralisierten Massenmedien ist vorbei. Das Zeitalter der fremdbestimmten und extrinsichen Bildung und Erziehung ist vorbei. Das Zeitalter des Kulturkanons ist vorbei." Interessante Gedanken über Google und Bildungsverständnis. Von Benjamin Birkenhage auf seinem Blog anmutunddemut. Dank an @diplix für den Link!
  • Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der F.A.Z., schreibt im gedruckten Spiegel und nun auch online eine einigermaßen weinerliche Geschichte, die Appetit machen soll auf sein neuestes Buch. Darin beklagt er, dass er der Art zu denken, zu der ihn das Internet zwinge, immer weniger gewachsen sein. Das soll mir kein Anlass sein für Mitleid oder Spott - ganz im Gegenteil. Der interessante Teil des Beitrags liegt in der Erkenntnis, dass die Art und Weise, wie das Gehirn gefordert wird, es permanent beeinflusst und verändert. Schirrmacher tritt zurück und versucht sich an einem nüchternen Blick auf das, was gerade passiert. Ein Artikel, den man am besten zehn Jahre archiviert, um ihn dann hervorzuholen und nochmal zu lesen.
  • Die Arbeits- und Konsumgesellschaft kommt an ihre Grenzen, meint Christine Ax (jg. 1953, Philosophin und Ökonomin). Aus ihrer Sicht ist nicht ein Mangel an Bildung die Ursache der Probleme - Information und Wissen würden überbewertet, Persönlichkeitsbildung unterbewertet. Auf lange Sicht produziere dies immer besser qualifizierte Verlierer. Das eigentliche Problem liege im Wachstumsdilemma der Gesellschaft: Zum Wachstum verdammt, obwohl längst jeder weiß, dass dies immer schwerer zu realisieren ist. Christine Ax plädiert für das bedingungslose Gundeinkommen und eine Arbeitsgesellschaft, die nicht mehr nur als Konsumgesellschaft funktionieren darf.