Hartmut Ulrich - Weblog

Hartmut Ulrich  //  Beim Sammeln entsteht ein Bild.

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13. May 2012

Die Gier, die Strafe, die Kunst und ihre Liebhaber

Der Euro bedroht, Milliarden verschwunden, aber nirgendwo auch nur ansatzweise so viel Affekt wie hier

F.A.Z.-Mitherausgeber Frank Schirrmacher mit klugen Sätzen zur Urheberrechtsdebatte bzw. zur Frage, wie Künstler zu einem Gegenstand der Empörung werden können, nur weil sie von ihrer Kunst leben wollen.

18. April 2012

Recht. Geld. Missverständnisse.

Statt noch mehr "kreisender Erregung" lediglich vier Leseempfehlungen: Die vier verlinkten Texte sprechen mir aus der Seele und umreißen glänzend die aktuelle Debatte ums Urheberrecht. 

Johnny Haeusler auf Spreeblick

Tim Renner auf dem motor.de-Blog

Malte Welding auf faz.net 

Kai Biermann auf zeit.de

Nachtrag vom 24.4.:

Gunnar Sohn bei den Netzpiloten

24. March 2012

Über den Wandel

Dieses stille Erkennen, dass eben doch keiner über seinen Schatten springen kann Dass es unmöglich geblieben ist, ein System von außen oder auch nur neutral zu betrachten, dessen Teil du bist und aus dessen Mitte du argumentierst. Dass, was richtig klingt und sogar sympathisch trotz aller Wut, plötzlich so untragbar ist. Weil sich alles bewegt hat, alles, nur du nicht - so wie alle sich nicht mehr bewegen, sobald sie sich eingerichtet haben in diesem System, schon weil es so unglaublich viel Mühe und Mut und Ausdauer gekostet hat, überhaupt ein Teil davon zu werden, dazu zu gehören. Deshalb kann ich dich zwar sehr gut verstehen, deshalb frage ich mich selbst, wann es bei mir soweit ist, wann ich beginne, diesen gleichen Fehler zu machen, ob es nicht schon längst geschehen ist. Aber Recht geben, lieber Sven Regener, Recht geben kann ich dir trotzdem nicht. 

11. December 2011

Das is aber nich konkret! (II)

Das Netz ist mindestens von einer ähnlichen strukturellen und kulturellen Bedeutung für die Veränderung von Gesellschaft wie zuvor die Sprache, die Schrift und der Buchdruck.

 

 

 

26. January 2011

Let it flow

Statt mit der Entschleunigung eine Zeitlupenrealität herbeizusehnen, muss eine Kultur des Verpassens entwickelt werden: die Fähigkeit, den schneller werdenden Passierstrom an sich vorbeirauschen zu lassen, wann immer es notwendig erscheint. Es ist gut und sinnvoll, auf dem rasenden Wellenkamm des Fortschritts zu reiten, sich die Gischt ins Gesicht peitschen lassen - und dann die Tür zuzumachen und alles mit Absicht zu verpassen, ohne sich deshalb schlecht zu fühlen.

 

25. January 2011

Kulturelle Umwälzpumpenmechanismen

während die Industrialisierung die Kraft des Arbeiters durch die Maschine ersetzt und bestehende Arbeitsabläufe automatisiert hat, automatisiert die Digitalisierung das Wissen. Ein Umstand, dem nachgegangen werden muss, auch weil an ihm große gesellschaftliche Fragen hängen: Wird die Digitalisierung den Aufgabenbereich des Angestellten in der gleichen Weise umwandeln, wie die Maschine die Tätigkeit des Arbeiters verändert hat? Wird also die Auswirkung der Digitalisierung auf die Mittelschicht jener der Industrialisierung auf das Proletariat gleichen? Ist die aktuelle Verunsicherung der Mittelschicht so zu lesen?

 

2. August 2010

Das Internet als Gegenstand ritueller Distinktionsscharmützel

208 Jahre später sind Professoren immer noch stolz darauf, sich Internet ausdrucken zu lassen, Journalisten weigern sich, Blogs zu lesen, Politiker möchte das Internet regulieren. Wenige Mitglieder der deutschen Eliten haben Lust, über dieses Ding da draussen in den Netzen anders als mit Abscheu zu reden, während anderswo Banken mit Bewertungsmodellen in Rechnern und Internethandel die Wirtschaft ungehindert an den Abgrund bringen, Unternehmen ihre Mitarbeiter mit Datensätzen ausspionieren und sich unter den Milliarden Internetnutzern durchaus kluge Leute finden, die was zu sagen haben.

Das neue F.A.Z.-Blog "Deus ex Machina" u.a. von und mit Don Alphonso und mit vielversprechendem Auftaktstück. Gleich meine RSS-Feeds ergänzt.

13. April 2010

Links: Vom seitlich aneinander vorbeireden

  • Der Medienberater und Blogger Daniel Florian beobachtet die Auseinandersetzung zwischen gegensätzlichen Lagern, die er "Bürger" und "Nerds" nennt. Bürger, das sind die geisteswissenschaftlich orientierten, vom Geist der Aufklärung Geprägten, während Nerds naturwissenschaftlich denken - ihnen sind Daten wichtiger als Werte. Seine These: Beide Parteien hätten eine Menge beizutragen zum aktuellen Wandel der Kommunikationskultur und einem sich verändernden Demokratieverständnis, kommen aber über gegenseitige Anfeindungen nicht hinaus, weil die jeweiligen Weltbilder einfach zu verschieden sind.