Everything is a Remix (IV)
(...) und alle waren lustig. Bis um drei, und dann sind alle besoffen nach Hause gegangen und hatten das Gefühl, dass alles ganz prima ist. Nichts war prima, aber das spielt keine Rolle. Man muss nur glauben, dass es prima war.
aus dem grandiosen Interview mit Helmut Dietl im SPIEGEL 3/2012. Ja, genau: Papier!
Wer einer Therapie bedarf und wer nicht, lässt sich nicht mehr ganz eindeutig beantworten. Der Versuch scheitert bereits an der Definition dessen, was das ist: normal. Die polyperspektivisch geborstene Welt konfrontiert den Menschen mit Fragmenten, die er nicht mehr zu einem Ganzen fügen kann - die Gleichzeitigkeit widersprüchlicher Wahrheiten hat ihn befallen wie eine Krankheit. Wie kann er umgehen lernen mit immer mehr Wissen bei immer weniger Gewissheit, wie fertig werden mit dem großen Rauschen, diesem Gordischen Knoten? Verbirgt sich vielleicht gerade darin die neue Verheißung? Was bedeutet es für den Einzelnen, wenn mit der Vernetzung von allem und jedem tatsächlich irgendwann entsteht, was die Apologeten des Internet schon jetzt bejubeln - eine neue Form von Intelligenz? Was kann, was muss der Mensch tun, um auch in Zukunft Mensch zu bleiben? Kunst, Kreativität, Kultur und Kommunikation halten dafür Handlungsempfehlungen bereit, die deutlich mehr Hoffnung machen als Ökonomie, Technik oder die Gesetze der Algorithmen. Was könnte reizvoller sein, als sich damit auseinanderzusetzen!
Was in der Headline steht? Wie, Sie können kein Japanisch? Ist doch ganz einfach.
Bald auch als Audio-Übersetzer.
Bald auch als Teil des Mobiltelefons.
Als Echtzeit-Zwischenanwendung zwischen Japanisch hören und Deutsch verstehen.
Hurra: Die babylonische Sprachverwirrung wird ersetzt durch das Babylon begrenzt kompatibler Fragmente von Weltwahrnehmung.