Links: "Diese Netzwerke sind kälter"
Peter Kruse in einem dctp.tv Video am Rande der re:publica über das "Leben im Netzwerk" und das Wesen technisch basierender Netzwerke im Unterschied zu den herkömmlichen Beziehungsnetzwerken des realen Lebens. Kernthese: Die leichten Bindungen der Social Networks folgen anderen Mechanismen als herkömmliche soziale Kontakte, sie sind weniger verbindlich als Beziehungsnetzwerke, weniger personengebunden, schneller, kompromissloser "kälter". Kern- bzw. Erfolgsprinzip der Sozialen Netze sind sog. Resonanzeffekte, das Aufschaukeln einer Nachricht oder eines Gedankens, der sich dann schneeballartig zu einer Lawine vergrößert, die mit großer Wucht zu Tal donnert. Durch solche Resonanzeffekte können Einzelne durch ein einziges Video über Nacht zum Star werden - fehlen diese Anreize jedoch, sind die gleichen Personen ebenso schnell wieder vergessen, und "die Karawane zieht weiter". Die Frage ist nicht nur, wie man sich in den neuen Netzen bewegt, sondern auch, wie man als Einzelner und als Organisation damit umgeht.

